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Neue alte rechte Hand

Günther Burger wird Ressortdirektor für Sanität. Es ist das Revival einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Abteilungsdirektor für Mobilität und Thomas Widmann.
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Der 14. Februar 2012 war eine Sternstunde für Thomas Widmann und Günther Burger. An jenem Tag fiel der Startschuss für den Südtirol Pass. Widmann war damals Mobilitätslandesrat im Kabinett Durnwalder V, Burger Direktor im Amt für Mobilität. Nach langjähriger enger und loyaler Zusammenarbeit trennten sich die Wege der beiden nach den Wahlen 2013. Jahre später gibt es nun ein Wiedersehen. Nach Informationen von salto.bz wird Günther Burger Ressortdirektor von Thomas Widmann.

 

Auf der Leiter weiter nach oben

Seine Zuständigkeitsbereiche bezeichnet Thomas Widmann als “Zukunftsbranchen”. Sanität, Breitband und Genossenschaftswesen will der 59-Jährige in den kommenden Jahren als Landesrat auf Vordermann bringen. Als rechte Hand setzt Widmann mit Günther Burger dabei auf einen alten Weggefährten.

Günther Burger & Thomas Widmann

Zurück in die Zukunft: Thomas Widmann (rechts) mit Günther Burger bei der Präsentation des Südtirol Pass 2011 (Foto: LPA/Arno Pertl)

Günther Burger hat in Rom ein Ingenieurstudium der Elektronik absolviert, war danach in den Bereichen Flugüberwachungssysteme und Informatik tätig. 2003 – im selben Jahr wurde Thomas Widmann Mobilitätslandesrat – wechselte Burger in die Landesverwaltung, wo er 2009 seinen ersten Führungsauftrag im Amt für Personenverkehr erhielt. Ab September 2012 übernahm er auch geschäftsführend die Direktion der Landesabteilung Mobilität. Unter dem neuen Mobilitätsassessor Florian Mussner stieg Burger nach erfolgreicher Absolvierung des entsprechenden Wettbewerbs zum Abteilungsdirektor auf. “Die Einführung des Südtirol-Taktes, die Modernisierung des lokalen Bahnverkehrs, das neue Mobilitätsgesetz sowie die Umstrukturierung der Abteilung Mobilität waren einige der wichtigsten Projekte, an deren Umsetzung er federführend beteiligt war”, lobte Mussner Günther Burger bei seinem Amtsantritt im November 2016 als “kompetente und erfahrene Führungskraft”.

 

Aus der Schusslinie?

Dann kam der 6. Juli 2017. An jenem Tag annullierte die Landesregierung die knapp eine Milliarde schwere Ausschreibung der Konzessionen für die außerstädtischen Buslinien im öffentlichen Nahverkehr – nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten unter der Leitung von Günther Burger. Ein Desaster für den erfahrenen Beamten, der von der Opposition scharf attackiert wurde. “Günther Burger sollte sofort suspendiert werden”, forderte Andreas Pöder nach der Nachricht von der annullierten Ausschreibung. Jedenfalls dürfe er “mit der Ausschreibung nichts mehr zu tun haben”. “Der zuständige Abteilungsdirektor war nicht in der Lage, die ihm übertragene Aufgabe zu bewältigen”, kritisierte Paul Köllensperger.

Günther Burger & Florian Mussner

“Kompetente und erfahrene Führungskraft”: Günther Burger (links) mit Ex-Landesrat Florian Mussner im November 2018 (Foto: LPA/Katharina Tasser)

Attackiert wurde Burger immer wieder auch von SAD-Chef Ingemar Gatterer. Nun holt ihn Thomas Widmann aus der Schusslinie – und an seine Seite zurück. Eigentlich war damit gerechnet worden, dass Michael Mayr als bisheriger Ressortdirektor von Martha Stocker bestätigt wird. Doch Widmann setzt auf seinen jahrelangen Vertrauten.

Der Ressortdirektor wird auf Vorschlag des zuständigen Landesrates ernannt und bleibt für dessen Amtsdauer im Amt. Als eine der obersten Führungsfiguren in der Landesverwaltung stellt der Ressortdirektor die direkte Verbindung zwischen dem vorgesetzten Regierungsmitglied und den zugeordneten Abteilungen dar – im Falle von Burger Sanität, Breitband und Genossenschaftswesen – und setzt den politischen Willen “seines” Landesrates um.

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