Advertisement
Mensch & Mythos

Der Mensch braucht seine Mythen

Der Mensch braucht seine Mythen. Er brauchte sie vor Millionen von Jahren, er braucht sie heute. Auch der homo sapiens kommt nicht ohne diese aus.
Advertisement

In den letzten 500 Millionen Jahren war die Erde in über 90% der Zeit eisfrei. In den letzten 10.000 Jahren gab es jeweils in Warmperioden Bevölkerungswachstum, Frieden, Kultur; in Kaltperioden aber Hungersnöte, Krankheiten, Krieg und Verwüstung.

Ein großer Mythos ist die allgemeine Betrachtung des Klimas, wie dieses wahrgenommen werden soll, bzw wahrgenommen wird. Fachliches zu lesen gibt es bei:

https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/125.000-jahre:

“Eine noch feinere Struktur zeigen insgesamt 24 abrupte Klimawechsel zwischen relativ warmen Abschnitten (Interstadialen) und kalten Abschnitten (Stadialen). Diese „Dansgaard-Oeschger-Ereignisse“ ... dauern typischerweise einige Jahrhunderte bis wenige Jahrtausende. Die Erwärmung erfolgt sehr rasch, die darauffolgende Abkühlung eher allmählich... Man nimmt heute an, dass diese abrupten Klimawechsel von internen eisdynamischen Effekten des laurentidischen Eisschilds Nordamerikas angestoßen wurden. Demnach verminderten enorme Kalbungen (Heinrich-Ereignisse) und Süßwasserinjektionen in den westlichen Nordatlantik den Warmwassertransport nach Norden. Die letzte dieser Episoden liegt gerade 12.000 Jahre zurück. Wissenschaftlich wird gegenwärtig stark diskutiert, was den ursächlichen Unterschied einer abrupten Erwärmung ausmacht, die lediglich zu einem Dansgaard-Oeschger-Ereignis führt und einer, die die Inlandeismassen Nordamerikas und Eurasiens endgültig beseitigt und in eine Warmzeit mündet.”

 

Wir leben zur Zeit (seit 12.000 Jahren) also  in einer der vielen Warmzeiten innerhalb einer der vielen Eiszeiten.

Wir leben zur Zeit also in einer Eiszeit! Das ist eine der “vergessenen”, oder verschwiegenen (?) Fakten.

Und niemand kann heute sagen, ob wir in eine Kaltzeit innerhalb der gegenwärtigen Eiszeit zurückfallen werden, oder ob wir auf dem Weg heraus aus der bestehenden Eiszeit in ein neues Warmklima sind.

 

So steht bei:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Abrupter_Klimawechsel:

“Eine Warmzeit ist in der Klimageschichte und auch in der Geologie neutral ein Zeitraum mit im Durchschnitt höheren Temperaturen zwischen zwei Zeitabschnitten mit durchschnittlich tieferen Temperaturen, sogenannten Kaltzeiten.[1] Ist eine Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalters gemeint, so spricht man auch von Interglazial oder Zwischeneiszeit, seltener von Zwischenkaltzeit.[2] Gegenwärtig ist die Erde in einem Eiszeitalter, dem känozoischen Eiszeitalter. Dieses gliedert sich wiederum in kürzere Abschnitte von Kaltzeiten und Warmzeiten. Das gegenwärtige Holozän, das seit etwa 12.000 Jahren herrscht, ist eine solche Warmzeit innerhalb eines Eiszeitalters...

Eisfreie Polkappen stellen erdgeschichtlich den Normalzustand dar und machen etwa 80 bis 90 Prozent der Erdgeschichte aus.... Zeiten mit vereisten Polkappen, die so genannten Eiszeitalter, stellen die Ausnahme dar. Die aktuelle erdgeschichtliche Periode, das Quartär, ist ein solches Eiszeitalter.”

 

Die Menschheit lebte schon immer von Mythen begleitet, von Mythen beruhigt.

Der heutige Mythos:

wir leben in der besten aller Klimazeiten, und diese ist nun durch eine verheerende wärmere Periode bedroht, welche die Menschheit vernichten wird.

Menschheit steh in dieser großen Gefahr zusammen!

“Ihr Völker, wir Politiker (früher “Könige & Adel) und wir Wissenschaftler (früher Schamanen und Priester) werden die Gefahr abwenden”.

 

Die Fakten zeigen:

Wir leben in einer der seltenen Eiszeiten. Es wird irgendwann wieder eine normale Warmperiode kommen.

Alles im normalen Ablauf der Klimageschichte. Niemand wird dies abwenden können.

 

Aber der Mensch braucht seine Mythen; im Großen, wie im Kleinen.

Im Kleinen, aber das gehört jetzt eigentlich nicht hier her, ist der Skandal um die Marmorierte Forelle in Südtirol so ein Mythos:

Die Ursache für die fehlende Reinheit der Genetik der Marmorierten Forelle in der Landesfischzucht war eine Fehlinterpretation der genetischen Daten im Jahre 2008 aufgrund der damals noch mangelhaften genetischen Kenntnisse, man hatte uns also Hybriden als rein erklärt: und was hat man 2016 und 2017 da alles erfunden, erbastelt, erdichtet, und tut es heute noch, um das bestehende Narrativ, den bestehenden Mythos mit einfachen, aber falschen Schuldzuweisungen leben zu können. Der Mensch kann scheinbar mit wissenschaftlichen Erklärungen wenig anfangen und bevorzugt die einfache Geschichte mit Schuld & Sühne.

So braucht auch der homo sapiens seine Mythen. Auch der homo tyrolensis. Auch in der Gegenwart. 

Märchen beruhigen und geben Sicherheit.

Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers Hermann Rochholz

Das natürlich am Klimawandel festzumachen ist bedenklich: Das Klima wird wärmer.
Das Problem ist hier der Nachweis, weshalb es wärmer wird:

Da es sich um einen einmaligen Vorgang handelt, ist der Nachweis unmöglich, dass sich der Klimawandel auf den steigenden CO2-Anteil in der Atmosphäre zurückzuführen ist. Dennoch ist Wahrscheinlichkeit extrem hoch, zudem im letzten Jahr ein CO2-Maximum erreicht wurde und der CO2-Gehalt der Luft um 1/3 gestiegen ist.
(was gleichzeitig Methan - auch über Methanhydrat) freisetzt.

-----------
Das hat mit Mythen nichts zu tun:
Menschen brauchen einfache Erklärungen, weil sie (insbes in der Zeit von Taschenrechner und Handy)
nicht mehr bereit sind, zu denken.
Nach dem Motto: Für alle komplizierten Probleme gibt es eine einfache, aber falsche Erklärung.
Damit sind die Menschen zufrieden und wollen glücklich sein.
Schon da beißt sich die Sache, denn was "Glück" ist, ist individuell verschieden
(bei einer Radiosendung haben sie nach >200 Definitonen Schluß gemacht).

Das "Beste": Es ist nicht einmal klar, dass das Streben nach Glück glücklich macht.
Das bspw. ist eine unbewiesene Annmahme - ein Mythos.

Der Glaube - naje- alle Religionen starben. Nachdem Yggdrassil gefällt wurde, starb dieser Glaube.
Früher gab's keine Naturwissenschaften und für alles braucht es eine einfache Erklärung.
Es gab schon immer Leute, die die Welt mit Göttern nicht akzeptieren wollten.
Diese werden heute mit dem Wort "Technokrat" vorverurteilt, um die heile Welt der Soziologen beizubehalten.
Diese müssen sich nie festlegen. Und sind damit nicht angreifbar.

Das alles macht Menschen leicht manipulierbar:
Die Suche nach Glück und einfachen Erklärungen.

Advertisement

Meistgelesen

Mach mit!

Registrieren oder Anmelden